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Moderne Zeiten - Die Geschichte Fuchsens

Moderne Zeiten - Die Geschichte Fuchsens


Sachbuch, Band 1-10
5000 Seiten

Autor: Nigggo Ebert
Erscheinungsdatum: Oktober 2010
PBBN: 1-2-32231588-10-4
Preis: 333,00 Ø

Kurzbeschreibung

Die Umfangreiche Geschichte Fuchsens, von der Urzeit bis Heute wurde vom Ehemaligen Fuchsischen Kanzler Nigggo Ebert niedergeschrieben


Leseprobe

Um 1900 herum befand sich das Gebiet, des heutigen Freistaates Fuchsen, in einer Art Umwälzungsprozess. In Folge der Industrialisierung (s. auch "Industrialisierung Fuchsens im 19. Jahrhundert") änderten sich die Arbeits- und Lebensverhältnisse auf drastische Art und Weise.

Nach der Boom-Phase der Wirtschaft im Großherzogtum Schnitzelberg, kam es zur explosionsartigen Bevölkerungsvermehrung in den großen Städten wie Randficht, Klapsmühltal, Gartenspartenkirchen und Eisenstadt, was zu einer schrittweisen Vereinheitlichung von Kultur und Sprache unter dem Verlust regionaler Unterschiede kam. Da es zwischen dem Kaufbachsch, dem Suidfuxense, dem Seeisch (Gebiet um Eisenstadt), dem Langenweilerisch oder dem gehobenen Schnitzelisch kaum sprachliche Schnittmengen gab, wurde vermehrt die bisher als trivial und plump geltende fuchsische Sprache gesprochen. Infolgedessen verbreitete sich das Fuchsisch über das gesamte Großherzogtum, zuerst wurde es zur dominanten Sprache in den Städten, später setzte es sich auch in den ländlichen Gebieten durch, wo die Entwicklung noch schneller voran ging, weil die unteren Gesellschaftsschichten, wie gesagt, schon seit jeher dem Fuchsisch geneigt waren.

Somit wurde Fuchsisch im Jahr 1904 zur offiziellen Amtssprache des Großherzogtums Schnitzelberg erhoben. Seitdem war "Fuchsen" eine trivialisierte Bezeichnung für das Großherzogtum, dies war jedoch in gehobenen Kreisen mehr als verpöhnt, so dass Großherzog Schnitzelberg VII. 1909 das "Gesetz gegen die fälschliche Bezeichnung des Großherzogtums" erließ, welches bis zu 5 Jahre Zuchthaus vorsah. Strafen wurden jedoch nur in Ausnahmefällen verhängt.

Auf Grund der Konzentration von Wirtschaft und Forschung in den Städten, stiegen somit auch Macht und Einfluss der adligen Oberschicht, welche sich fortschreitend gegen die Zentralmacht des Großherzogs und die Steuerbehörden in Randficht wandten. Im Geheimen schlossen sich einige Adelsfamilien zusammen und bauten seit 1910 erst kleinere Milizen zur Selbstverteidigung und später sogar mehr oder minder große Armee auf, die sie nicht, wie es traditionell seit Jahrhunderten gehandhabt wurde, dem Oberbefehl des Großherzogs, sondern verwalteten ihr Militär selbst. Am Hof des Großherzogs in Randficht hörte man schon seit längerem davon, aber offizielle Beweise lagen erst 1913 vor, als es schon viel zu spät war. In der "Depesche von Randficht" forderte Großherzog Schnitzelberg VII. die Adelsfamilien auf "dem vaterlandslosen Treiben" ein Ende zu bereiten und "das Militär wieder dem rechtmäßigen Oberbefehl seiner Majestät und Hüter des Staates zu unterstellen." Das Ultimatum zum Jahreswechsel 1913/1914 ließen die aufständigen Adligen verstreichen und bauten parallel ihre Verteidigungslinien auf. Noch in diesem Winter kam es zu ersten Scharmützeln von Royalisten und Seperatisten.

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